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Resilienz

Gruppenleiterseminar 2006 in Schönstatt

Gruppenleiter mit Dr. Heine

Unsere Seminargruppe

Ende November trafen sich traditionell die Gruppenleiter in Haus Schönstatt in Memhölz. Dieses Seminar wurde von Rudi Meurer ins Leben gerufen und dient zur Aus- und Weiterbildung unserer Gruppenleiter.

Seit Beginn leitet Dr. Josef Heine von der Fachklinik Schönau dieses Wochenende. Am Samstag beginnt es mit einem gemeinsamen Frühstück und endet am Sonntag nach dem Mittagessen.

Das Motto unseres diesjährigen Seminars stand ganz unter der Resilienz - Idee.
Der Begriff Resilienz, so führte Josef aus, komme aus der Werkstoffkunde, und bezeichne Stoffe, die nach Belastung wieder in ihre normale Ausgangslage zurückkehren. Als Beispiel nannte er die modernen Brillengestelle. Auch der Unterschied zwischen einem alten, starren Baumstamm und einem jungen biegsamen ist ein gutes Beispiel. Während der starre bei Orkan umgeworfen werden kann, übersteht der biegsame selbst stärkste Stürme unbeschadet.

    In der Psychologie wird mit Resilienz die Stärke eines Menschen bezeichnet, Lebenskrisen wie schwere Krankheiten, lange Arbeitslosigkeit, Verlust von nahestehenden Menschen, oder ähnliches, ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen. So werden z.B. Kinder als resilient bezeichnet, die in einem risikobelasteten sozialen Umfeld aufwachsen, das durch Risikofaktoren wie z.B. Armut, Drogenkonsum oder Gewalt gekennzeichnet ist und sich dennoch zu erfolgreich sozialisierten Erwachsenen entwickeln. Auch die erfolgreiche Überwindung von Traumata ist ein Zeichen von Resilienz. Wesentliche Faktoren, die Resilienz begünstigen, sind das soziale Umfeld des Betroffenen, seine biologische Vitalität und seine mehr oder weniger aktive Einstellung zu Problemen.
    Quelle: Wikipedia Artikel: Resilenz

Aber was sind die Elemente der Resilienz? Zu dieser Frage stellte uns Josef natürlich eine Aufgabe. Um die von Christine kunstvoll gestaltete Mitte herum legte er verschiedene Zettel. In der Mitte das Schild „Resilienz“ und darum als ersten Kreis gelbe Zettel mit den Begriffen

-Annahme der Wirklichkeit
-Für sich selbst sorgen
-Konkrete Ziele entwickeln
-Hilfe annehmen
-Den nächsten Schritt tun
-Warten können
-Der höheren Macht vertrauen.

Unsere Aufgabe bestand nun darin, zu diesen Begriffen positive und negative Inhalte und Entsprechungen zu bilden. Wir teilten uns in sieben kleine Gruppen und jede bearbeitete einen Begriff. Dann kamen wir wieder zusammen und stellten unser Ergebnis vor.
Die positiven Gedanken hatten wir auf blaue, die negativen auf weiße Zettel schreiben müssen. Diese legten wir nun in zwei Kreisen um die gelben. Innen blau, außen weiß. Danach fand natürlich ein intensiver Gedankenaustausch über das gesamte Bild statt.

Seminarmitte
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Unsere Arbeitsplattform (zum Vergrößern auf die Grafik klicken)

Josef argumentierte überwiegend mit den Begriffen, die wir auf die weißen Zettel geschrieben haben. Er zeigte uns auf, dass auch diese, die wir als negativ gekennzeichnet hatten, durchaus ihre positiven Seiten haben, die nicht zu unterschätzen sind. Und so führte er uns dahin, unsere „negativen, fehlerhaften“ Begriffe neu zu hinterfragen und neu zu bewerten.

Gerne ist jeder eingeladen, sich die Grafik genauer anzusehen und sich selbst Gedanken (positive und negative) zu den vorgegebenen Begriffen zu machen und auch zur persönlichen Resilienz!

    Lebende Systeme können innere und äußere Gegebenheiten niemals vollständig beherrschen. Sie müssen daher in der Lage sein, Abweichungen (Fehler) auszugleichen. Sie müssen fehlertolerant , fehlerfreundlich, d.h. resilient sein. Ein anschauliches Beispiel für Resilienz ist die Fähigkeit des Stehaufmännchens seine aufrechte Haltung aus jeder beliebigen Lage wieder einzunehmen. Schematisch kann man sich Resilienz auch als Attraktionsfeld vorstellen, innerhalb dessen ein System nach einer Störung immer wieder zum "Grundzustand" zurückkehrt.
    Quelle: Wikipedia Artikel: Resilenz

Natürlich gab es in den Pausen und am Samstagabend beim obligatorischen Eis (Bananensplitt, aber bitte ohne Banane) auch noch genug Zeit um sich auszutauschen, auch über andere Themen.
 

Fragen an den Seminarleiter
Mitreden
Gedankenaustausch
Nachwirken lassen

Gedankenaustausch

Viel haben wir aus diesem Gruppenleiterwochenende für uns persönlich mitgenommen. Vieles können wir auch in unserer Gruppenarbeit umsetzen. Und das ist doch die Hauptsache an einem solchen Treffen.


Text und Grafik: Gisela Müller, Wolfgang Paulmann
Fotos: Wolfgang Kleiner

 
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Aktualisiert am 13.09.2010 / © 2003-2010 Freundeskreis Westallgäu
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